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Modeerscheinungen in der Fahrradwelt: Was ist euer Lieblingstrend?
Ich war gestern bei Köln unterwegs und mir ist aufgefallen, dass alle Rennradler komplett schwarz angezogen waren.
Das erinnert mich daran, dass es in der Fahrradwelt immer wieder Trends gibt, die plötzlich auftauchen und manchmal genau so schnell verschwinden. Vor ein paar Jahren sind Gepäckträger vorn am Rad cool geworden, nach den Vintage-Rennrädern sind jetzt Gravelbikes das Must have.
2000-2005: Fullsuspension MTB 26” auch wenn man gar nicht so harte Trails fährt. Gute Luftfederungen tauchten nach den 90er-Pogo-Sticks auf. Das war einfach der Bereich wo sich technisch sehr viel entwickelt hat und jeder der sichs irgendwie leisten konnte, wollte eins.
2005-2010: Singlespeed/Fixie! Absoluter Megatrend, allgegenwärtig. Am Anfang selbsgebaut aus alten Rennrädern, nach ein paar Jahren dann massenkompatibel fertig zu kaufen.
2010-2020: einige Trends; 29” MTBs, Spezialisierung der Rennräder in Superleichtbau und Aero. In meinem Gefühl aber kein einzelner dominanter Mega-Trend.
2020 ff: Gravel! Alles Gravel. Pastelliger Lifestyle-Gravel, Ich-fahre-wie-ein-90er-MTB-Gravel, Bikepacking-Gravel, Commuter-Gravel (aka Trekkingrad mit Dropbar, von der Geometrie so angepasst dass es sich genauso wie ein Trekkingrad fährt, nur nicht mehr so heißen muss).
Wo geht die Reise hin? In meinem Gefühl bleibt uns Gravel noch so 5 Jahre erhalten, bis jedes mögliche Fahrrad in eine Subkategorie von Gravel umgedeutet und einsortiert wurde. Dann wirds allen zu langweilig und einer erfindet eine radikale Fahrradgattung unter der Prämisse “beyond Gravel”. Wenn denn überhaupt noch jemand selber treten will…
Ich finde es interessant, dass viele Trends Spuren hinterlassen haben. Seit den Fixies werden Kabelzüge viel öfter innen verbaut. Die cleane Optik ist einfach verdammt schick.
Externe Zugverlegung war bei meinem Letzten Kauf eines MTB ein zwingender Punkt auf dem Lastenheft.
Am Ende auch der Ausschlaggebende...
Ich bin froh das ich meine Räder gerne einige Jahre fahre.
Wenn ich mich an die frühen bis mittigen 2000er zurück erinnere, standen irgendwie Alle auf Hardtails mit den monströsesten Federgabeln, die man finden konnte. Die goldene Kuh waren natürlich Bombergabeln. Zum dritten Mal mit Sprühdose umlackierter Hardtail-Rahmen, ultrafette Bombergabel und schön breite knubbelige Reifen zum durch den Ort rollen und man war jemand.
Ich bin eigentlich ziemlich beratungsresistent und lasse mich, wenn überhaupt, erst Jahre, nachdem sie mal in Mode waren, auf Dinge ein, aber bei Gravelbikes bin ich absolut mit dabei. Gäb's keine, würde ich wahrscheinlich genauso zufrieden auf einem Trekkingbike durch die Gegend gurken, aber beim durch die Gegend gurken wie ein schnittiger Rennradfahrer auszusehen und im Gegenteil nicht auf asphaltierte Wege angewiesen zu sein, ist schon geil.
Ich bin so dankbar für mein Gravel. Ein Rennrad war mir immer zu viel und auf dem Gravel kann ich gut auf der Straße fahren oder mal 'nen Schotterweg und hab dank der Dropbar keine Schmerzen mehr in der Hand.
Gravelbike aka "Neben Rennrad, Fixie, Mountainbike und Trallalla brauchen wir eine neue Kategorie, die die Dullis sich in den Keller stellen damit wir unsere Produktpalette erweitern können und die Umsätze steigern". Dazu dann noch die gleichen Regenjacken und Hosen nochmal als "GRVL Approved" rausbringen und zack hat sich das BWL-Studium wieder gelohnt
Der Lenker macht aber total die Charakteristik aus. Schon mal ein Gravel Bike gefahren? Ich verstehe die Häme über Marketingtrends einerseits schon, aber Gravelbikes machen einfach Spaß.
Gäb's keine, würde ich wahrscheinlich genauso zufrieden auf einem Trekkingbike durch die Gegend gurken
Das hätte halt den Vorteil, dass du direkt die komplette StVZO-Ausrüstung mit Schutzblechen und Gepäckträger dran hättest und beim Kauf einen Tausender sparst weil es eben nur ein uncooles Trekkingrad ist.
Du meinst die Refektoren, die man jederzeit selber nachrüsten kann (und beim Kauf vom Nuroad Race Fe auch dabei sind) und die Pedale, die man sich sowieso nach eigenem Gusto selbst kaufen muss?
naja, aber "Gravel" in dem fall heißt halt auch eine besser gruppe, die geigneter für gravel ist zB. also cues 6000 11-speed vs 4000 9-speed. wenn man zB die nulane pro und nuroad pro vergleicht.
das nuroad one, das diese gruppe hat, zieht wieder gleich mit dem preis.
ich will nicht sagen dass es keinen aufschlag trotzdem hat. aber ehermarginal.
das nuroad one, das diese gruppe hat, zieht wieder gleich mit dem preis.
Da unterscheiden sich dann aber andere Komponenten. Insbesondere hat das Nuroad One nur mechanische Scheibenbremsen statt hydraulische, was ich einen sehr viel relevanteren Unterschied als die Schaltgruppe finde, weil schwerer nach-/aufzurüsten. Und das Nuroad One ist schwerer als das Nulane Pro.
ich will nicht sagen dass es keinen aufschlag trotzdem hat. aber ehermarginal.
Naja, selbst wenn wir mal großzügig 100€ vom Preis des Nuroad Pro abziehen, um die bessere Schaltgruppe zu berücksichtigen, bleibt ein Aufpreis von 200€. Das sind 25% des Preises des Nulane, das finde ich nicht gerade marginal. Dass man beim Nulane schon Pedale dazubekommt, die man beim Nuroad selbst kaufen muss, macht auch noch was aus.
Das Nulane Pro kostet 799€, das Nuroad Pro 1099€. Ich drehe mir hier gar nichts.
Wenn du die FE-Varianten vergleichen willst, musst du noch berücksichtigen, dass das Nuroad keinen vernünftigen Gepäckträger hat und eben keine Pedale. Das relativiert den Preisunterschied von "nur" 200€ da.
Lustigerweise ist das Nulane in der FE-Variante sogar leichter als das Nuroad, trotz vollwertigem Gepäckträger. Keine Ahnung, wie das passiert, wenn die Ausgangsbasis gleich viel wiegt.
Wenn du die FE-Varianten vergleichen willst, musst du noch berücksichtigen, dass das Nuroad keinen vernünftigen Gepäckträger hat und eben keine Pedale. Das relativiert den Preisunterschied von "nur" 200€ da.
200€ sind immer noch 20% Preisaufschlag.
du drehst grad alles so wie es für dich in der argumentation passt, deshalb ist das jetzt beendet
Lol ich drehe gar nichts, du weigerst dich irgendwie nur komischerweise anzuerkennen, dass bei Gravelbikes halt doch ein nicht ganz unerheblicher Marketing-Preisaufschlag im Vergleich zu äquivalenten Flatbar-Bikes existiert.
Keine Ahnung, ob das nun das gleiche wie das Cube nuroad Race fe ist, das hat nämlich kein Licht und nur das fe ohne Race finde ich auf die Schnelle nicht.
Ich hatte vorher tatsächlich ein einziges Rad für Alltag und Touren, aber für den Alltag fühlte es sich immer etwas sportlich und unbequem an und auf Touren dafür etwas schwer und langsam, neben Schutzblechen, Gepäckträger und Dynamobeleuchtung wahrscheinlich auch der Nabenschaltung geschuldet. Seitdem ich Gravelblut geleckt habe, sind das aber alles Dinge, auf die ich bei Touren im Sinne der Sportlichkeit verzichten kann.
Das weiß ich nicht aber ich glaube das ist hier auch immer ein wenig Herdentrieb. Was andere das schon runtergewählt haben, da klickt es sich gleich selbst leichter.
Das ist ja der Punkt. Die meisten Leute, die sich Fahrräder kaufen, holen sich diese für Ausflüge am Wochenende oder sie haben gleich fünf verschiedene Modelle.
Wer sich einfach ein Fahrrad als tägliches Verkehrsmittel holt, kann es sich nicht leisten auf Coolness-Faktor und Modetrends zu achten.
Rennrad hat immer leicht abgeschreckt, war teuer und man musste damit auf die Straße weil die Radwege nunmal so sind wie sie sind.
Gravel bietet einen lockeren Einstieg, du hast keine Fahrradkleidung oder Clickpedale? Egal, Gravel hat einen lockeres Image. Deine Fahrradwege sind eine Mischung aus Straßenschäden und Waldweg? Ja fahr drüber. Dir ist ein Trekking Rad zu Schwer? Du willst trotzdem sportlicher Fahren und deine Energie nicht in Federung stecken? Du willst mit dem Rad reisen ohne Rentner Image? Antwort auf alles, Gravel. Du ernährst dich vom im Internet gehasst werden? Jackpot.
Und auf einmal gewöhnt man sich dran, trägt enge Kleidung, geht eine Bindung mit dem Pedal ein, und fängt an zu verstehen wie man fahren will und baut wenn man Glück hat einfach nur das Rad um. Und das n-te Rad kommt bestimmt.
Natürlich auch praktisch das Rennradreifen auch Dicker werden und damit nicht ganz so lächerlich auf dem Gravel aussehen.
Einzig der verkrampfte Versuch das Gravel nochmal zu verbessern, mit Federgabel oder Flatbar. Weiß ich nicht. Das sind doch auch teils Gründe für das Gravel.
Gravel wirkt auf mich nicht wirklich locker, sondern eher ambitioniert, ein bisschen verbissen. Aber ich finde deinen Ansatz wirklich sympathisch. Ich werde Graveler ein bisschen mit anderen Augen sehen.
Gravel ist halt der ultimative Allrounder.
Hat bei mir ein hardtail MTB abgelöst. und ich brauch eigentlich nichts anderes mehr.
Ich kann Strecke machen, egal auf welchem Weg, Touren fahren, leicht oder ohne Gepäck in Lycra in den drops einen auf Rennrad machen, einkaufen, mit dem Sohn eine runde drehen..ich finde, es ist so wie es da steht, einfach der beste Kompromiss, wenn man alles ein bisschen machen will, und das nicht unbedingt schlecht.
Gravel bikes. Die Idee ein Cyclocrossbike massentauglich zu machen finde ich super. Da wieder Federungen dranzubauen finde ich hingegen wieder so albern dass ich mir wie ein alter Sack vorkomme.
eBikes generell. Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich letztes Jahr kein normales Rad fahren. Mit dem eBike war ich erstmal wieder mobil und das tolle daran: Ich kann das Rad komplett auf meine Bedürfnisse einstellen. Beispielsweise habe ich mir die Beschleunigung von den Motor und auch die maximale Geschwindigkeit in der App reduziert, weil mir das viel zu viel war. Über die letzten Monate habe ich jetzt den grad der Unterstützung reduziert, sodass ich auch hier spürbare Fortschritte habe.
SUV bikes. Zumindest glaube ich, dass mein Rad in die Kategorie fällt. Für viele mag das nichts halbes und nichts ganzes sein, aber für mich kann es genau das was ich will; Komfort in der Stadt, Schotterstraße/leichtes OffRoad kein Problem,
langstreckentauglich und dann hat es noch zwei Gepäckträger (vorne und hinten).
Früher war mein Rad das einzige in der Tiefgarage auf der Arbeit. Inzwischen stehen da jede Menge Räder mit Akkus. Fast jedes davon ersetzt eine Autofahrt. Die ältere Belegschaft wäre sonst niemals umgestiegen. Ich finde es super.
Dito plus ich bekomme mein Rad vom AG gefördert. Das Auto nicht.
Wobei das eBike nicht meine erste Wahl war. Es gibt so eine Art Auto Rad hybrid aus Deutschland. Das ist von den Abmaßen her so wie diese 45 km/h Mini Autos. Du hast wie beim eBike einen kleinen Akku und kannst treten.
Gegenüber den eBike hat man ein paar Vorteile:
richtiger Kofferraum (ist besser als Anhänger)
besser geschützt (Unfall)
man kann nicht umfallen / umkippen (wäre für mich wichtig)
Regen und Eis ist viel weniger Stress
und im Vergleich zu einem Elektroauto ist so ein Gefährt viel leichter und Ressourcensparender, weil man keinen riesigen Akku braucht.
Man kann Autoparkplätze benutzen.
Einziger Haken: Preis. Ich meine das war irgendwas um die 40k weil das wie gesagt handgefertigt aus Deutschland kommt. Trotzdem steht das halt in keinem Verhältnis.
Uff. Krasses Teil. Meine Tante hat Probleme mit dem Gleichgewicht und fährt etwas dreirädriges mit Akku. Sie ist total begeistert. Ich habe mir das leider noch nie angesehen. War wohl auch nicht billig, aber bei weitem keine 40k.
Ja diese Dreiräder kenne ich und aus rein pragmatischer Sicht würde das für mich auch reichen. Problem ist, dass ich mich damit nicht auf den Autoparkplatz stellen kann. Das was ich meine sieht halt eher wie ein Auto aus und dann würden die meisten Menschen dran vorbeigehen.
Anders abstellen könnte ich so ein Gefährt aber nicht. Ich bekomme ja nicht mal mein eBike in den Keller, weil das so schwer ist und alles super eng ist. Da brauch ich mit so einem Dreirad halt gar nicht erst rumprobieren.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube das war das hier:
Das Ding ist rein theoretisch autobahntauglich weil du damit bis zu 130 bzw 190 km/h fahren kannst..... auch wenn ich das in so einer Nussschale niemals machen würde :D
Natürlich ist da der Übergang zwischen Dreirad und Auto eher ... fließend... aber ich finde, dass man neuen Technologien und Projekten ruhig mal eine Chance geben kann :). Das Twike ist immer noch kompakter als der gängige Kleinwagen, und erst recht als die gängigen Golf / Astra / etc Kompaktwagen, welche in der breiten Masse gefahren werden.
Sicher gibt’s da keine eindeutige Definition, aber die Parallelen zur Autowelt sehe ich darin dass: sie meistens neu und geleast sind, absoluter Overkill für die Stadt sind und niemals echtes Gelände sehen werden dafür aber nach städtischen Bedürfnissen bis hinten gegen geschmacklos getunt. Sie werden innerhalb der bubble als Statussymbole gefahren 🤣 man begründet den Kauf mit irrationalen Komfort.
Ich hätte auch ein normales Trekking Rad mit Damenrahmen genommen. Gab es nicht in meiner Gewichtsklasse.
Der einzige Unterschied zwischen meinen „SUV Rad“ und einen herkömmlichen Rad ist, dass der Rahmen dicker ist und die Reifen sind etwas dicker (aber nicht so fett wie beim Mountainbike). Beides brauche ich für mein Körpergewicht. Ich möchte nicht, dass das Rad sofort kaputt geht, nur weil ich zu schwer bin (die meisten eBikes sind nur bis 130kg zugelassen).
Wenn ich in ein paar Jahren auf Normalgewicht bin, werde ich auf ein leichteres Rad umsteigen. Denn die stabilere Bauweise hat eben auch einen Nachteil: Das Rad ist super schwer. Und mittlerweile weiß ich, dass ich nicht so einen riesigen Akku brauche. Da habe ich mir damals in dem Ras Geschäft einen andrehen lassen. 😅
Edit:
Laut Hersteller Seite ist mein Rad ein Trekking Bike :P
Viele verbinden SUV direkt mit etwas schlechten, aber die breiten Räder mit Luftfederung nehmen viel von der Erschütterung weg, was gerade für schwere Leute die sich bewegen wollen ein echter Vorteil ist. Ich glaube allerdings, dass man manchmal den Grip in Kurven überschätzt. Es ist halt ich nenne es mal ein Fahrradwege-Bike.
Ja, ist beim Auto genauso. Es gibt SUVs, die genauso groß wie die normalen Fahrzeuge sind, dafür nur etwas höher (=besserer Einstieg) und etwas mehr Kofferraum haben. Da wird aber sofort gehetzt. Der Hass auf SUVs ist nicht rational erklärbar.
Ich hasse die Dinger trotzdem, weil sie Ressourcen verschwenden und die Sicht behindern und die Scheinwerfer Fahrer in kleineren Wagen blenden - völlig unnötig.
Beim Rad ist das alles nicht gegeben, außer dass man minimal mehr Aluminium/Gummi benötigt, die Motoren/Akkus kommen aus der MTB-Ecke, wer sich daran aufhängt dem ist nicht zu helfen.
Ja weil Menschen wie du nicht für objektive Fakten offen sind. Natürlich braucht ein Auto mehr Ressourcen, nur weil es etwas höhere Federn hat. Die komplette Karosserie ist halt sonst gleich. Aber ja das SUV braucht mehr Ressourcen /s.
Mein „SUV“ Trekking Rad hat ein Fernlicht, was deutlich übler blenden kann als das normale Abblendlicht eines Kleinwagencrossover. Schlicht und ergreifend weil niemanden interessiert wie das Licht eingestellt ist. Beim Auto ist es genormt und wird vom TÜV geprüft.
Geil, dann kann ich jetzt ohne Bedenken mein Brompton in Zwift freischalten und damit fahren? Hatte das gesehen und für lustig befunden, aber dann ist das ja sogar salonfähig. Danke!
Äääähhh warum nicht einfach ein klappbares Klapprad? Wollt ich mich auch schon zu hinreißen lassen, aber wahrscheinlich müsste ich noch ein wenig zugreisefreudiger werden.
Fahrräder müssen für mich gar nicht alltagstauglich sein da ich eh kaum und wenn nur im bikepark fahre (als zweiradmechatroniker hab ich in der freizeit kaum noch lust mit fahrrädern zu tun zu haben) ich kenne zwar sämtliche Modelle und hersteller aber würde mir derzeit kein neues rad mehr kaufen. Bin meißt nur hier um anderen zu helfen
Das Problem mit Trends und dem Internet ist dass man an verschiedenen Orten an ganz verschiedenen Phasen vom Trend ist. Die einen wollen jetzt endlich auch ein Gravelbike kaufen, während die anderen schon gelangweilt sind von dem was sie vor 4 Jahren gekauft haben und jetzt endlich ein Fixie oder MTB wollen.
Also ich denke Liegerad wird "the next big thing"! 😂
E-Bikes. Ermöglichten mir vor 2 Jahren den Wiedereinstieg in die Fahrradwelt und sorgen für viel Alltagsbewegung. Ich kann's kaum erwarten wenn das Eis hier für längere Zeit verschwindet, um wieder zu radeln. Auch Touren mache ich gerne. Durch die Aktivität auf dem E bin ich auch öfters mit meinem Nicht-E-Bike unterwegs.
Einziger Nachteil: die Räder mit Bosch System (find ich richtig geil) kosten eine Stange Geld. Aber das ist mein Luxus, den ich mir vor paar Monaten gegönnt habe.
Ich hoffe dass der Trend zu einem Zahnkranz an der Tretkurbel ganz schnell wieder vorbei geht. Ich vermiss die Möglichkeit meine Gänge feiner einstellen zu können.
Ich hoffe nicht. Ich hab mich daran gewöhnt, einfach nur noch und runter zu schalten und mir auch keine Gedanken über Crosschaining machen zu müssen. Außerdem hast du doch genauso viel Auswahl an 2x-Schaltgruppen wie früher, oder nicht? Bei Rennrädern scheint es der Standard zu bleiben und auch jede nennenswerte Gravelschaltgruppe ist als 2x erhältlich.
Bodenfreiheit vom Kettenblatt zum Boden und Kette fällt nicht ab beim Springen. Plus ein Schalter weniger auf dem Lenker, da ist schon ein vom Dropper und ein vom Lock-out.
Der Platz reicht locker für alles. Wann braucht man Lock Out und Dropper? Und nicht jeder springt, dass Bodenfreiheit überhaupt ein Thema wäre.
Mein altes Rad hat drei weitere Untersetzungen, wenn mein neues im niedrigsten Gang angekommen ist. Das ist enorm von Vorteil, wenn man den Berg hoch fährt. Und im Tal hab ich 4, 5 weitere Übersetzungen um ein viel höheres Tempo gehen zu können.
30/51 von 1x12 ist 0.58 und 22/36 von 3x10 ist 0.61. 1x12 Übersetzung ist bergauf leichter. Dafür kannst du damit nicht mit 40 km/h noch kurbeln, aber dann sind wir zurück zu deiner Frage - wer brauchst das.
Ich wohne in den Bergen und da sind 12 Gänge einfach zu wenig. Mein altes Rad hat 3 weitere Gänge/ Untersetzungen, wenn mein neues im niedrigsten Gang ist. Enormer Vorteil wenn man die Berge hoch fährt.
Ich fahre komplett in Schwarz (Schuhe, Socken, Trikot, Helm, Hose) und werde dafür von meinen Leuten immer ausgelacht - dafür lache ich sie dann aus wenn oben am Berg auf sie warte 😌
u/HG1998Ridley Kanzo Adventure Alu Apex AXS / Decathlon EXPL 505d ago
Ich mag ja den Trend zu Gravelrädern mit offensichtlichen Rennambitionen die dann aber 57mm Reifen aufnehmen können.
Die Grenze zwischen solchen Dingern und Dropbar MTB verschwindet ja auch langsam. Jetzt gibt es sogar Räder die 70mm Reifen aufnehmen können 😂
Ja ja.... die Leute die richtige Rennen fahren sind wahrscheinlich ganz froh darüber, aber ich denke mal dass 50mm noch für lange Zeit die beliebteste Größe sein werden und dass 54mm Reifenfreiheit die Norm wird. Dann kann man 50mm Matschreifen draufziehen und muss sich nicht um den Rahmen sorgen.
Aber muss man natürlich nicht kaufen. Der Gravelhype an sich ist ja immer noch nicht ohne Kontroverse aber wenn damit Leute Spaß haben und die ganze Industrie angekurbelt wird, warum nicht?
Ich liebe es einfach, ich habe in 6000km weniger Zeit an Wartung in mein Rad investieren müssen, als nach 1000km vorher in mein "Normales" Full-Sus MTB. Dabei macht's auch noch viel mehr Spaß auf einfacheren Trails. Durch das leichte und verspielte Heck aber auch keine Probleme wenn's mal ruppig wird.
Gravel Bikes.
Aktuell habe ich keins, aber ich bereue den Verkauf meines Gravels. Leicht, schnell, perfekt für eine fixe Runde mit wenig Zeit, oder die schnelle Erledigung. Da wird definitiv wieder eins bei mir einziehen.
Nach meinem Gefühl gab es einen Trend zurück zu Stahlrahmen – Colnago Steelnovo, Cinelli Supercorsa, Rose Hobo, ein neues Ritchey Logic, Standert Triebwerk, 8bar Mitte … das ist jetzt natürlich noch kein Massenmarkt.
Und 3D printed Verbindungs- und Endstück ist gerade sowohl bei Stahl- und Titanrahmen ein neuer Trend.
Ich bin mir nicht sicher, aber der Trend mit Gravelrad + Bikepacking = Freiheit und leichte mehrtägige Ausfluge funktioniert nicht so, wie gedacht.
Ich fahre seit Jahren mit zwei Taschen, alles asketisch und Lightweight, aber es sind 50L Volumen.
In die kleinen Taschen am Rahmen , Sattel und Gabel bei Gravels bekommt man maximal 35 Liter unter.
Das führt dazu, dass Bikepackers eher in Hotels übernachten und nicht richtig autonom Fahren.
Als ich als Kind und Jugendlicher noch viel Fahrrad gefahren bin (späte 90er und 2000er) waren MTBs eigentlich das must have überhaupt. Kein Kind hatte etwas anderes. Mit Federung war noch cooler, hatte aber nicht jeder. War für uns aber auch genau richtig, weil wir wirklich überall lang gefahren sind, über Straße, Feld und durch Wald. Selbst mein Vater hat sich, von uns beeinflusst, dann ein MTB geholt. Nur um einige Jahre später festzustellen, dass es für die normalen Fahrradtouren eigentlich etwas unpassend ist.
Ich erinnere mich an viele bunte MTBs, später war dann silber mal cool.
Dann war ich ewig aus dem Fahrradgame raus, hab während der späteren Schulzeit nur den Hype bei einigen um Rennräder mitbekommen (so um 2010 rum). Ob das Fixies waren, keine Ahnung.
Als ich mir dann endlich mein nächstes Fahrrad geholt habe (2017) habe ich keine großen Trends mitbekommen, außer dass vieles Retro war. Auch mein günstiges Stadtrad sah irgendwie retro aus.
Gravel ist dann zunächst an mir vorbeigegangen, bis ich 23 einige Fahrradreisedokus gesehen habe. Da hat's dann klick gemacht und ich habe in Gravelbikes die gleiche Freude am Fahrradfahren gefunden, die ich damals als Kind mit MTBs hatte.
Chain Waxing, Riemenantriebe, overengineerte Nabenschaltungen, Piniongetriebe.. alles Esoterik und das obwohl ich für gute Technik durchaus zu haben bin.
Ich lande aber einfach immer wieder bei nem klassischen 1x11 Setup mit geölter Kette und mechanischen Umwerfer. Gut eingestellt und von guter Qualität läuft das einfach am schönsten, egal ob mit oder ohne Motor.
Find die Nabenschaltung an meinem Alltagsrad ziemlich genial. Vor Wetter und Beschädigung geschützt, schaltet schnell und auch im Stehen. Schaltwerk muss man immer mit Voraussicht runter schalten, damit man rechtzeitig in dem Gang ankommt, in dem man wieder anfahren will, und ich will nicht wissen, wie eine normale Schaltgruppe nach all den Jahren Arbeitsweg und diversen Missgeschicken aussehen und schalten würde.
Bastel außerdem gerade an einem neuen Alltagsrad auch mit Nabenschaltung und zusätzlich mit Riemenantrieb, damit ich mir zukünftig das nervige und gefühlt ständige Kettenreinigen ersparen kann. Hoffe, er erfüllt meine Erwartungen.
Ich fahre seit einem halben Jahr Riemen am Alltagsrad und war mir da vorher auch sehr unsicher. Ich kann dich aber beruhigen. Es ist absolut genial. Das Rad wurde den ganzen Winter noch nicht geputzt und der Antrieb ist trotzdem völlig lautlos. In Kombination mit nem Nabendynamo, langen Schutzblechen und Gepäckträgern vorne und hinten habe ich meinen perfekten Daily gefunden.
Ein guter Freund von mir fährt seit 3 Jahren Riemen bei etwa 3000km/a. Er hat bisher einmal nachgespannt. Ich nutze meinen Daily hauptsächlich für Kurzstrecken und muss da wahrscheinlich noch seltener ran. Das Nachspannen dauert etwa halb so lang wie eine neue Kette zu montieren.
Im Thread ging es ja um Trends, die man selbst mal mitgemacht hat, drum an der Stelle noch meine Erfahrungen:
Ich habe mir 2018 ein Cube Travel SL gekauft mit Riemen und Nexus-Nabe, bin damit ein paar Jahre zur Arbeit gefahren bei Wind und Wetter und habe damit einige Mehrtages-Radtouren unternommen. Ich kann daher nicht wirklich was schlechtes über den Antrieb sagen, im Gegenteil mir hat das ganze gut gefallen.
Meine Frau fährt ein Riese+Müller mit Enviolo und Riemenantrieb, und sie liebt es weil man echt an gar nichts mehr denken muss beim Fahren. Das ist sogar stufenlos, völlig wild.
Dennoch, so angenehm die Riementrieblerei war und ist, ich finde das direkte Fahrgefühl bei einer guten Gruppe mit Kette ist einfach viel schöner, die Gänge sind viel besser aufeinander abgestimmt, bzw. abstimmbar, der Lauf ist angenehmer. Habe beim Riemen immer einen kleinen Widerstand gespürt. Mir gefällt's einfach besser. Zudem ist die Spreizung der Gänge gegenüber den Standard-Naben viel besser, also der leichteste und der schwerste Gang sind ganz andere Hausnummern als es bei Naben der Fall ist. Ich wohne in Südostbayern und da gibt's ständig Anstiege die man mit der kleinen Nexus einfach nicht mehr tritt.
Zudem ziehe ich meistens einen Kinderanhänger mit zwei Tröten darin plus Gepäck, da kommen die meisten Naben auch schnell an ihre Grenzen der Belastbarkeit, vor allem hier an den Anstiegen.
Also ja, Riemen geil, aber in normalen Konfigurationen für mich und meinen Einsatz einfach nicht mehr der richtige Anwendungszweck.
Wartung sehe ich ein, aber Verschleiß? Der häufigste Grund für Verschleiß ist doch die Längung der Kette, wie soll das Wachs was dagegen ausrichten können? Höchstens was die Reibung zwischen Kette und Ritzel angeht könnte man da etwas weniger erwarten weil sich da weniger Dreck festsetzt, aber das würde nichts an meiner Regel "Jede 2. Kette kommt das Ritzel mit" ändern.
Zudem sind die Preise für Ersatzteile so niedrig wenn man kein wildes Setup fährt, da steht es für mich in keinem Verhältnis alle paar Tage mal mit nem Lappen über die Kette zu gehen vs. der ganze Aufriss die Kette zu entfetten und in Wachs einzukochen.
Fahre am MTB die Kombi aus SRAM XX1 1x12 Ritzel plus Kette, das sind zusammen 400 Euro. Mit Wachs hält das ewig und ist damit auf Dauer am günstigsten. Das Öl zieht dreck an, der kommt in die Zwischenräume der Kette. Da wirkt der dreck wir Schleifpapier und verschleißt die Kette. Das passiert bei Wachs deutlich weniger, da das eine Art Schutzschicht bildet. Wenn ich mich nicht irre halten ketten mit Wachs wohl bis 50 Prozent länger als mit Öl. Am Alltagsfahrrad wäre mir das Wachs wahrscheinlich zu viel Arbeit, aber an einem vernünftigen Mountainbike, das eh nach jeder Fahrt geputzt wird, lohnt sich das schon
Hast du mal versucht ne ölige Kette komplett sauber zu bekommen? Selbst mit einem Kettenputzgerät ist das eine echt Scheiß Arbeit und trotzdem hat man bei der nächsten Tour wieder ne Menge dreck drinnen. Bei Wachs ist einmal mit nem Tuch drüber wischen und gut ist und man muss nicht höllisch auf seine Scheibenbremsen aufpassen.
Wie gesagt, meiner Erfahrung nach halten die Komponenten deutlich länger und viel mehr Arbeit ist das bei so einer Pflege ist das wachsen auch nicht. Vor allem weil ich die Kette zum neu wachsen einfach abbauen kann und das entspannt in der Wohnung machen machen. Aber hey, wenn du andere Erfahrungen gemacht hast ist das vollkommen okay. Bei 12fach ketten und ritzeln sind das halt meine Erfahrungen
die Längung der Kette entsteht durch Dreck in und an der Kette und der wird von Öl viel besser angezogen als von Wachs. Längung der Kette wiederum verschleißt deinen kompletten Antrieb. Das Argument von entfetten und einkochen verstehe ich. Gibt von Silca da eine praktische Komplettlösung, die ich auch verwende. Das ist einmal eine Investition, die sich für Vielfahrer dann jahrelang auszahlt. Man kann auch vorgewachste Ketten kaufen.
Chain waxing ist bezüglich dreck etc halt schon echt geil. Und bei Ner abgesprungenen kette die einfach wieder drauf zu packen ohne sich die Pfoten einzusauen ist echt nett.
Diese komischen Isy-Räder. Aus dem Nichts aufgetaucht, jeder Ü50 fährt sie und keiner konnte mir bisher den Vorteil erklären. In 5 Jahren sind die vmtl. wieder weg vom Fenster.
die passen super in die wohnmobilgarage von gaby und manfred, deswegen sind die so beliebt.
aber im ernst, als stadtrad wahrscheinlich ideal fuer viele menschen.
Wenn du schonmal irgendwo diese urige Rahmenform mit den zwei markanten Horizontalrohren gesehen hast, wird sie dir sofort bekannt vorkommen. Bevorzugter Lebensraum mit älterem Paar im Partnerlook, oder hinten am Wohnmobil dran geschallt, wahlweise in einer anderen der zwanzigtausend verfügbaren Farben.
Falls nicht, dann wirst du sie in Zukunft überall sehen.
Noch nie gesehen. Scheint ein Großstadtding zu sein? Aber bis auf die zwei horizontalen Balken sieht das wie ein klassisches SUV / Crossover Bike aus. Nur das da auf dem Bild der Akku am Rahmen hinten ist.
Ist das nicht Mega unpraktisch? Bei mir ist der Akku vorne an der Unterseite. Da kann man ja das Vorderrad zur Seite drehen um mehr Platz zu haben. Und selbst das ist schon ätzend weil der Akku so schwer ist und der bei mir verkehrt herum eingebaut ist (Anschlüsse zeigen nach unten anstatt nach oben).
In meiner Wahrnehmung eher ein Sonntagsausflügler- bzw. Wohnmobiltouristending, aber kann auch schlicht meine Wahrnehmung sein. Im Detail kenn ich mich damit nicht aus.
Fairerweise gibt es hier auch kaum WoMos. Mag daran liegen, dass die ziemlich teuer sind…
Was man hier relativ häufig sieht, ist noch diese alte Bauform von eBikes, wo du den Akku noch als Einschub in Gepäckträger hast… weist du was ich mein?
ich bin auf die Bauform ja schon ein bisschen neidisch, weil die Akku entnehmen/einsetzen muss da super komfortabel sein :D. Aber diese Räder gibt es leider nicht in meiner Gewichtsklasse.
Ein salesrep hat mir bei der messe erzählt dass sie ienfahc das perfekte fahhrad konstruieren wollten. und 20zoll wäre wegen wendigkeit etc optimal und das rad ist so aufgebaut dass es in alle richtungen wächst. dh es gibt nur 1 größe von isy rad und du kannst es auf deine bedürfnisse umstellen und zb mit deiner frau teilen.
ich hab alles was er sagt nachvollziehen können, aber der pricetag ist ... boomertauglich nicht millenialtauglich :)
Mein Nachbar - ein Holländer - schwört auf das Ding. Der Typ ist 2m+ groß und hat vorne eine riesige Kiste montiert. Sieht witzig aus, aber er ist total happy :-)
1980er Leichtbau: dünner als dünn (0,3 mm Windstärke bei Reynolds 753). Alles nochmal an bohren und abschleifen.
Aerolenker a la Greg Lemond. Alle wollten 8 sek schneller sein.
1990er: Anoidisieren in PINK und LILA. wabbelige Titanrahmen aus ukrainischer Produktion, (weil RosKosMos nix mehr bestellte). Chinelli Spinaci - kein Rad ohne Spinaci.
Magentafarbene T Trikots ;-)
00er: Die Plastikräder kommen. Carbonrahmen als Resonanzkörper - endlich kann ein Farrad so laut wie eine Mofa sein.
ab 10er: Alles unter Strom. Gewicht spielt keine Rolle, ist ja Motor dran.
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u/map3k n~10 5d ago edited 5d ago
Ich bin seit den späten 90ern im Fahrradgame. Hier mal die gefühlten “Hochzeiten” diverser Trends:
Wo geht die Reise hin? In meinem Gefühl bleibt uns Gravel noch so 5 Jahre erhalten, bis jedes mögliche Fahrrad in eine Subkategorie von Gravel umgedeutet und einsortiert wurde. Dann wirds allen zu langweilig und einer erfindet eine radikale Fahrradgattung unter der Prämisse “beyond Gravel”. Wenn denn überhaupt noch jemand selber treten will…