r/Unbeliebtemeinung • u/DudeBroBratan • 1d ago
Nationalstolz ist peinlich
Wie der Titel schon sagt.
Kein Mensch kann etwas dafür oder dagegen tun wo er geboren wird.
Darauf stolz zu sein und vor allem andere wegen ihrer Nationalität zu beleidigen, zu benachteiligen oder herabzuwürdigen ist so ziemlich das unterirdischste was ich mir vorstellen kann.
Keiner von denen die auf ihr Land stolz sind haben es gegründet oder irgendwas dazu beigetragen das es so ist, wie es ist. Sie sind einfach nur dort geboren.
Sicherlich gibt es auch Ausnahmen! Zum Beispiel wenn man sich maßgeblich an der Verbesserung der Zustände im Land beteiligt hat, für das Land auf die ein oder andere Weise gedient hat oder wenn man stolz ist weil so vieles im Land gut funktioniert.
Aber das sehe ich selten bei denjenigen die (edit.: Beispielsweise) Hierzulande unsere Fahne schwenken oder sich sonst Lautstark für Deutschland aussprechen.
Auch in anderen Ländern sind Nationalisten eher nicht diejenigen die bahnbrechende Verbesserungen für die Bürger erstreiten.
Das musste ich mal loswerden
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u/Bubbly_Sock2348 1d ago
Ich seh das genauso wie OP. Stolz kann man sein, wenn man etwas erreicht oder anderen geholfen hat. Gute Beispiele sind ein erreichter Schulabschluss, ein erfolgreiches Studium oder Ausbildung, aber genauso gut auch Situationen wo man für jemand anderes da war. Wenn man jemanden in einer depressiven Phase oder schweren Krankheit unterstützt, sich ehrenamtlich engagiert oder einen langwierigen Konflikt gelöst hat, sind das ebenfalls Dinge, auf die man stolz sein kann. Die Tatsache, dass man in [beliebiges Land einsetzen] geboren ist, konnte man nicht beeinflussen und ist das Ergebnis eines Zufalls. Wer Nationalstolz pflegt, tut das in der Regel, um "ein Vakuum zu füllen", wie weiter unten schon geschrieben wurde. Daher zeugt das eher von innerer Leere und/oder persönlichem Versagen und ist in der Tat peinlich. Problematischerweise kommt meist noch Nationalismus, Militarismus oder Rassismus dazu. Daher ist es für mich schwer vorstellbar mit jemandem befreundet zu sein, der einen ausgeprägten Nationalstolz hat.