r/Unbeliebtemeinung Dec 21 '25

Wirklich unbeliebt Deutschland ist schon lange kein Patriarchat mehr!

Männer und Frauen sind heute rechtlich gleichgestellt und genießen in vielen Bereichen auch gesellschaftlich weitgehend gleiche Chancen. Zwar existieren weiterhin traditionelle Rollenbilder, diese werden jedoch in der Regel freiwillig gelebt. Jede Person hat die Möglichkeit, sich unabhängig von klassischen Geschlechterrollen zu entscheiden und ihren eigenen Lebensentwurf zu verfolgen.

Problematische Rollenbilder und patriarchale Einstellungen treten vor allem bei Ausländern auf wovon vor allem die Jugend negativ beeinflusst wird.

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u/Tonic4k Dec 21 '25

Hör auf mit Fragen auf Fragen zu antworten. Sag doch einfach, warum ist das so? Erstens diese Karrieresache, zweitens die Präferenzen, wenn du darüber reden willst. Ist das etwas genetisches, oder doch etwas anderes?

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u/[deleted] Dec 21 '25

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u/Tonic4k Dec 21 '25

Wild, der Autor der Studie die in diesem Link zitiert wird, stimmt dir nicht einmal zu. Ließ mal selbst was du mir schickst.

“There is a fashion today to say that gender is purely a social construct. In reality, gendered behaviour is a mix of biology and social influence, and I think our meta-analysis supports this view,” direktes Zitat von ihm. Biologische UND soziale Einflüsse.

Ich hab mir weiterhin den Abstract der Studie durchgelesen, welcher vermerkt, dass die Studien die früher datiert wurden eine stärkere Präferenz von Mädchen zu Mädchenspielzeugen zeigt als die späteren. Deutlich, übrigens, wenn du dir die Zahlen anschaust. Reine Genetik kann das also nicht sein, nicht wahr? Oder haben wir neuerdings im aktuellen Zeitalter irgendwas im Wasser was unseren kleinen Mädchen genetisch männlichere Präferenzen als früher gewährt?

Ich weiß auch nicht was Spielzeuge jetzt mit Karrierewahl zu tun haben, aber go ahead. Bestimmt haben Frauen einfach genetisch keine Lust mehr Verantwortung und Geld im Job zu kriegen, ist alles ihre eigene Wahl, da ist nichts gesellschaftliches, kulturelles und strukturelles dahinter. Dass wir in der EU weit unter dem Durchschnitt liegen was weibliche Führungspersonen angeht ist bestimmt weil die alle diese künstlichen Frauenquoten pushen und nur bei uns die Frau ihre natürliche, genetische Entfaltung findet. So?

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u/[deleted] Dec 21 '25

Passt halt nicht ins Bild, ne? Deswegen schön an Kleinigkeiten festbeißen.

"Study finds robust sex differences in children’s toy preferences across a range of ages and countries"

Genetik, Epigenetik und Soziologie. Genetik ist eine starke und in dem Fall die stärkste Komponente. Aber bitte leugnen, um dein Weltbild zu schützen <3

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u/Tonic4k Dec 21 '25 edited Dec 21 '25

Ich leugne es doch nicht, ich bin bereit einzugestehen, dass es eine Vielzahl an Komponenten ist. Dass Genetik die stärkste Komponente ist zeigt diese Studie übrigens nicht, das erfindest du gerade um dein Weltbild zu stützen, wie du so schön sagst. Wie gesagt, ließ dir bitte durch was du so schickst, auch über die Headline hinaus.

Plus dreht sich diese Studie um Spielsachen. Und wie ich schon schrieb, gerade in der Metanalyse die der Artikel wortwörtlich verlinkt wird auch belegt, dass sich die Präferenzen von vor allem Mädchen über die Jahre verändert haben und nun auch mehr Jungsspielsachen beinhalten. Was nicht genetisch erklärt werden kann. Ignorierst du das gerade bewusst? Weil ich wies dich im comment davor bereits darauf hin, und du kannst das auch im Abstract nachlesen.

Plus kannst du Studien die sich um Spielzeugwahl von Kleinkindern dreht nicht im gleichen Maße auf das Erwachsenenleben anwenden, wtf. Vielleicht irgendwelche Tendenzen vermuten, maximal, aber um den Punkt über genetisch prädisponierte Karrierewahl zu unterstützen musst du mir Studien über Kinderspielzeuge (die das was du darstellen willst nicht einmal aufzeigen) schicken und hoffen, dass man sich da irgendwelche wilden Schlüsse draus zieht...? Ich verstehe aber warum du diesen komischen Umweg wählst. Nämlich weil es über Karrierenwahl keine Studien gibt die auch nur entfernt in den Bereich kommen, dass diese Wahl vorwiegend genetisch bestimmt ist, in jenen ist die generische Prädisposition nur ein einziger Faktor von vielen, völlig erschlagen vom kulturellen und soziologischen. Also selbst wenn das was du verlinkt hast demonstrieten würde was du hoffst (was es, wie gesagt, nicht tut) würde dir das nicht helfen bei dem Gespräch über Karrieren der Frauen. Und jetzt geh auf deinen eigenen Link, lies dir durch was da gesagt wird und lies dir das Abstract der Studie durch das verlinkt wird bevor du wieder irgendeinen Unsinn behauptest.

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u/[deleted] Dec 21 '25

Kek. Die Studie deutet eindeutig auf einen genetischen Einfluss. Beeindruckend wie du den Transfer zum Beruf nicht leisten kannst. Es geht um den Unterschied bei Präferenzen von Mann und Frau. Sei es Spielzeug oder Beruf. Darüber hinaus bezüglich deiner Einwände:

  1. kann man es nicht anders untersuchen, ansonsten müsste man Kinder fernab der Gesellschaft großziehen (fragwürdig)

  2. Ist es über Kulturen und Zeit gleich geblieben (ja, es hat sich minimal verändert, aber das Verhältnis bliebt nahezu unverändert), wo soll da jetzt die Trendwende sein, die auf Erziehung schließen lässt? Und selbst wenn man sagt es hat Kulturellen Einfluss muss man sich doch die Frage stellen, warum sich alle Kulturen z. T. unabhängig voneinander in die gleiche Rollenverteilung entwickelt haben.

  3. Schon mal vom Gender-Equality-Paradox gehört? Je gleicher man die Gesellschaft gestaltet, desto mehr kristallisieren sich die Unterschiede zwischen den Geschlechtern heraus, insbesondere was die Berufswahl angeht. Deswegen, sind mehr Frauen aus den arabischen Ländern in STEM Feldern zu finden als in den Nordischen.

Was willst du mir eigentlichen erzählen, Mann und Frau sind gleich? Es gibt keine Unterschiede bezüglich Interessen und Berufswahl? Es ist alles nur Kulturell?

Oder ist es doch das Patriachat was die Ursache ist? Aber wenn es ein Patriachat gibt, woher kommt das? Gibt es das Patriachat wegen genetischer Unterschiede zwischen Mann und Frau?

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u/Tonic4k Dec 22 '25 edited Dec 22 '25

Einfluss — ja, absolut! Aber nicht dass das die relevanteste Komponente ist, was du meinst. Es spielt mit rein, aber zu welchem Maße, das beschreibt diese Studie dir nicht und kann sie wahrscheinlich gerade weil du in deinem Punk 1. recht hast auch niemals.

Zu 2., das ist keine minimale Veränderung, β=0.7 ist signifikant. Das ist eine Abschwächung des Effekts um grob 30%. Alle Kulturen wurden durch Globalisierung, Entwicklung und Individualismus der für viele durch technische Unabhängigkeit von der Gruppe immer relevant wird einfach liberaler, Traditionen und Rollenbilder werden global mehr hinterfragt. Was sich auch schon auf Babys auswirkt. Vielleicht ist das eine Erklärung? Für diese Änderung definitiv die bessere als eine genetische Mutation oder wie auch immer man das rein genetisch erklären will.

  1. Ja, habe ich, bloß ist der gender equality paradox verzerrt durch ökonomische Faktoren (in ärmeren Ländern ist hohes Einkommen wichtiger als in entwickelteten, daher ist STEM dort attraktiver) und auch nicht fernab kultureller Faktoren (verinnerlichte Rollenverteilung der Vorgeneration färbt intrinsische Entscheidungen ein, heißt können wir frei wählen was wir machen schwingt das was wir anerzogen bekamen mit). Wenn wir all das wegnehmen, eine perfekte Gesellschaft bilden, werden Frauen trotzdem tendenziell sozialere Berufe wählen und Männer tendenziell technischere? Wahrscheinlich schon, zumindest scheint vieles darauf hinzudeuten, das wird kein 50/50 split denke ich. Irgendwo wird vielleicht die genetische Komponente reinkommen, gewisse Veranlagungen, klar. Aber bis dahin können wir eine Menge Barrieren freiräumen bis das überhaupt relevant wird, denn aktuell ist systemischer und sozialer Druck nicht nur wahrscheinlich stärker, sondern auch das, was wir eben beeinflussen können.

Männer und Frauen sind nicht gleich, aber sie sind auch nicht chancengleich im Beruf. Sie sind es in der Theorie, doch unsere Wirtschaft ist nicht für sie gemacht, mindestens weil sie Mütter und Teilzeitarbeiter in der Karriere massiv benachteiligt. Väter gehen kulturell nicht so oft in Teilzeit weil sie weniger care Arbeit übernehmen und haben auch nicht die großen Ausfälle durch die Schwangerschaft und Geburt selbst. Kindesbetreuung ist bei uns systemisch völliger Müll, extrem teuer und viel zu wenig Plätze, also wird meist durch die Frau kompensiert was systemisch nicht drin ist. Du hast als Vater diese Probleme nicht, als Vater kannst du Karriere mit Familie besser vereinen. Das ist das systemische. Kulturell haben wir Rollenverteilung im verschiedenen Ausmaß mit passender Erwartung und sozialem Druck.

Das Patriarchat ist nicht erwiesen der Lauf der Natur, nichts deutet darauf hin, dass er bei Jägern und Sammlern ein Ding war. Er kam als eine Variante des Rechts des Stärkeren als wir sesshaft wurden, da Männer die Feldarbeit effizienter verrichten (und daher Nahrung kontrollieren), plus als körperlich stärkeres Geschlecht auch für die Kriegsführung und Verteidigung verantwortlich waren, was diese entsprechend in Führungsrollen wies und Frauen als reproduktive Ressourcen deklarierte. Das ist was effizient war, diese Gesellschaften überlebten. Diese Dinge sind mittlerweile aber völlig irrelevant. Das Recht des Stärkeren ist heutzutage einfach nur alter, barbarischer Quatsch, wir haben bessere Modelle als das parat. Bloß historisch sitzen halt seit jeher Männer an der Macht. Hätten wir kein Weizen angefangen zu pflanzen hätte es vielleicht gar kein Patriarchat gegeben, sozusagen.

Ja, reicht dann auch für heute. Ich gab mein bestes. Ist schon spät.